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Die Schulkultur Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft und müssen somit als ihr höchstes Gut angesehen werden. Folglich kann sich unserer Gemeinwesen nur weiterentwickeln, wenn Investitionen in Bildung und Erziehung erfolgen. Die Schule als eine Institution des Gemeinwesens muss diesen Bedürfnissen der Gesellschaft Rechnung tragen, in dem sie Altes bewahrt und Neues entwickelt. In einer Zeit, in der sich vorgegebene Sozial- und Lebensformen verändern, ist die Wertevermittlung eine gemeinsame Aufgabe aller am Schulleben Beteiligten. Folgendes sollte Schule den jungen Menschen vermitteln:moralische, kulturelle und auch religiöse Werte soziale KompetenzFähigkeit zum eigenständigen Lernen und Handeln und damit zum lebenslangen Lernen umfassende Kenntnisse, mit denen sie Gegenwart und Zukunft meistern könnenein positives Menschenbild, getragen von der Zuversicht, dass es sich lohnt, gegen jede Art von Resignation anzugehen. Geleitet von diesen Grundsätzen entwickelt die Schule ihre ureigene Schulkultur. Diese umfasst sowohl den Stil und die Sprache, das Umgehen miteinander, als auch die in der Schule geltenden Normen und Verhaltensweisen oder die gegenständliche Umwelt der Schule. Eine lebendige Schulkultur kann nur erreicht werden, wenn alle in der Schule agierenden Personen sich an dem gezielten Schulentwicklungsprozess beteiligen. Die Vielfalt dessen, was zur Schulkultur gezählt werden kann, ist in der nachfolgenden Übersicht in vier Inhaltsbereichen zusammengefasst.
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So ist Unterricht immer auch erziehender Unterricht, da nicht nur Wissensvermittlung ( fachliches, überfachliches und anwendungsorientiertes Lernen) betrieben werden soll, sondern eine ganzheitliche Bildung der Persönlichkeit angestrebt ist. Folglich richtet sich das besondere Augenmerk der Erziehenden auf das soziale Lernen, das sich sowohl in der unterrichtlichen, klasseninternen Arbeit als auch im außerunterrichtlichen Geschehen widerspiegelt. Schule muss also so viel Freiraum bieten, dass die Schüler ihre eigene Identität finden, sowie den Respekt vor Andersartigem entwickeln können, wobei sie sich an den verabredeten Erwartungen hinsichtlich der Umgangsformen orientieren sollen.
Was geschieht in den vier Inhaltbereichen der Schulkultur innerhalb der Schule?
Erziehung Erziehung wird durch ein vorhandenes Wertesystem geprägt, bemüht sich um die Etablierung erwünschter Verhaltensweisen, Werte und Normen und hat als Ziel die eigenständig handelnde und emanzipierte Person, die ihr Leben gestalten und planen kann. In sofern hat die Schule die Aufgabe, die Rechte der Kinder und Jugendlichen zu verdeutlichen, aber gleichzeitig auch deren Pflichten einzufordern. Es gibt verschiedene Instrumente, die diesem Begehren Rechnung tragen, als da sind die Hausordnung, die Klassenordnung, der Ordnungsdienst, sowie der Erziehungsunterricht. Die Schule sieht sich gleichzeitig in der Pflicht den Schülerinnen und Schülern Schutz, Pflege und Fürsorge zukommen zu lassen, indem sie beratende Angebote vorhält, etwa durch die Beratungslehrerin, die Sozialpädagogin oder die Vertrauenslehrerin. Sie arbeitet aber auch im Bereich der Vorsorge durch Gesundheitserziehung, Raucherprävention und Gewaltprävention ( in Zusammenarbeit mit der Polizei) und verstärkt die Zusammenarbeit mit dem Projekt „NIKO“ des Landkreises, zunächst im Rahmen des Nachmittagsprogramms. Angedacht ist aber auch ein Projekt in Richtung „Anti-Aggressionstraining“. Ein wesentlicher Aspekt der Erziehung in der Schule besteht in dem Bereich des sozialen Lernens, bei dem es auch darum geht, die eigene Freiheit dort zu begrenzen, wo die Freiheiten der Anderen so stark eingeschränkt würden, dass ein friedliches Miteinander nicht mehr möglich ist. Hier haben sich Institutionen wie Sozialtraining, Streitschlichter und Klassenrat etabliert. In letzten beiden Fällen übernehmen Schüler die Verantwortung für andere, ergreifen Maßnahmen bei unsozialem Verhalten, Streitigkeiten und überprüfen deren Umsetzung. Bisher ist leider der Versuch, einen Schulsanitätsdienst in der Schule zu etablieren, an den eingeschalteten Institutionen gescheitert, die diese Ausbildung vornehmen sollten. In einem letzten Bereich der Erziehung geht es darum, den Schülerinnen und Schülern gute Gespräche und eine Orientierungshilfe zu bieten. Hierfür sollten sich jedoch nicht nur Beratungslehrerin, Sozialpädagogin, Diakonin, Vertauenslehrerin und die Streitschlichter zuständig sehen, sondern auch das gesamte Kollegium, so dass sich an der Schule eine entsprechende Gesprächskultur entwickelt.
Unterricht
Gesagt - Getan
GESAGT ist noch nicht GEHÖRT, GEHÖRT ist noch nicht VERSTANDEN, VERSTANDEN ist noch nicht AKZEPTIERT, AKZEPTIERT ist noch nicht GEMERKT, GEMERKT ist noch nicht MOTIVIERT, MOTIVIERT ist noch nicht BEGONNEN, BEGONNEN ist noch nicht FERTIGGESTELLT.
Und übrigens: Einmal getan heißt noch nicht wirklich GEKONNT oder gar schon VERINNERLICHT!
(nach Lorenz, Konrad Zacharias (1903-1989), österreichischer Zoologe und Nobelpreisträger, Mitbegründer der Ethologie) Die Auffassung vom lernenden Menschen als eigenaktive und konstruierende Persönlichkeit findet ihre Unterstützung aus vielen Wissenschaften, wie etwa der Gehirnforschung, der Lernforschung und anderen mehr. Die Schüler sollten Netzwerke von zusammenhängendem Wissen erlangen, bei denen sie die Anwendung von Wissen miterlernen, damit das Wissen in verschiedenen Kontexten angewendet werden kann. Dazu müssen übergreifende Strukturen der Inhalte erkannt werden. Ob dies in fächerübergreifenden Projekten verwirklicht wird oder in fachgebundenem Unterricht ist abhängig von der Organisation des Unterrichtsalltags. Unterricht sollte durch eine konstruktive Lern- und Arbeitsatmosphäre geprägt sein, die sich auf gegenseitiges Vertrauen und Respekt gründet, nicht nur zwischen den Schülern untereinander, sondern auch zwischen Lehrern einerseits und Schüler andererseits. Nicht nur eine klare Struktur des Unterrichts, sondern auch die angewendeten Methoden beeinflussen den angestrebten Erfolg. So muss sich die Schule zum Ziel machen die Qualität des Unterrichts durch unterschiedliche Maßnahmen zu verbessern:Förderung der KommunikationFörderung der MethodenkompetenzOrganisation des SchulalltagsFörderung der Kooperation und TeamarbeitFörderung der Lehr- und LernkompetenzSicherung und Erweiterung der Fachkompetenz .Um den Unterricht diesbezüglich und sich selbst weiterentwickeln zu können, sind die Lehrer dieser Schule angehalten, einerseits gegenseitig Hospitationen durchzuführen andererseits zwei Fortbildungsmaßnahmen pro Schuljahr zu besuchen. Des Weiteren befindet sich ein Methodenkonzept in Planung, dass insbesondere den bereichen Teamarbeit, selbständiges Lernen, Kommunikation, sowie den in der Berufswelt geforderten Kompetenzen Rechnung tragen soll. Schule sollte aber nicht nur innerunterrichtlich die Schülerinnen und Schüler fördern und fordern, sondern auch außerhalb des Unterrichts in dieser Hinsicht aktiv werden, was in Bereich der Nachmittagsangebote geschieht, hier werden im AG-Bereich Fördermaßnahmen in allen Langzeitfächern, Hausaufgabenhilfe, Hilfe bei Dyskalkulie und Schwimmen angeboten, aber auch Arbeitsgemeinschaften, die den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zu neuen Hobbys und Einblicke in eine sinnvolle Freizeitgestaltung bieten. Damit Schüler das Leben in der Zukunft meistern können, müssen sich unter anderem berufsbildende bzw. berufsorientierende Maßnahmen im schulischen Alltag widerspiegeln. Hier hat die Schule in der Hauptschule ein Konzept für die Wahlpflichtkurse entwickelt, dass sich an Berufsfeldern wie „Holz und Bau“, „Friseur – Kosmetik“, „Metall“, „kaufmännisches Handeln“, usw. orientiert. Auch arbeitet die Schule eng mit der OLB, BEK, IHK, BBS , der Agentur für Arbeit, der Bundeswehr, sowie Firmen aus dem Umkreis zusammen, um den Schülern den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. In diesem Zusammenhang ist auch die AG: „Schülerzeitung“ zu sehen, hier kann Abonnentenwerbung, Redaktionsarbeit und kostendeckender Verkauf geübt werden. Das Ziel der Arbeitsgemeinschaft besteht darin langfristig eine Schülerfirma zu gründen, die Herstellung und Vertrieb einer Schülerzeitung übernimmt.
Schulleben Hierzu gehören all die pädagogischen Aktivitäten, die nicht unmittelbar aus dem Unterricht erwachsen, wozu der Aufbau und die Pflege von Schultraditionen , sowie die Verwirklichung von gemeinschaftsfördernden Projekten gehören. Sie verbessern das Wir-Gefühl von Schülern, Lehrern und Eltern, stärken die Persönlichkeit des einzelnen Schülers, vermitteln soziale Werte und verkörpern nicht zuletzt einen wichtigen Bestandteil der Schulkultur. Unterricht wird durch die Schulveranstaltungen ergänzt und beeinflusst . Die Schule versucht durch entsprechende Nachmittagsangebote musisch-kreative Aktivitäten der Schüler aller Jahrgangsstufen zu fördern (Schulband, Musicaldance, Zirkus und Kunst. Weitere Angebote waren „Blechbläser“ und „Akkordeon“, diese wurden bisher von den Schülern nicht wahrgenommen.) . Die Schülerinnen und Schüler finden Gelegenheit die Ergebnisse ihrer Arbeit im Rahmen von verschiedenen Schulfesten (Entlassfeier, Tag der offenen Tür, Schuljahresabschlussveranstaltung) zu präsentieren. Neben diesen Feiern legt die Schule auch Wert auf Feierlichkeiten im Kontext der religiösen - ethischen Erziehung, so werden Gottesdienste zu den unterschiedlichsten Anlässen durchgeführt. Eine Kooperation mit der evangelischen Kirche ermöglicht es, in Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern solche Veranstaltungen stattfinden zu lassen, da der Schule zur Zeit eine Diakonin zur Verfügung gestellt wird. Neben den bisher genannten Veranstaltungen gibt es einige sportliche Aktivitäten, wie die Bundesjugendspiele, Run for Help, Jugend trainiert für Olympia und schulinterne Klassenturniere.
Lernort Die Anzahl und Größe der Räume spielen insofern für die Unterrichtsgestaltung eine Rolle, als sie die Möglichkeiten für Übungsgruppen und Gruppenarbeiten begrenzen. Daneben beeinflusst auch die Ausgestaltung der Räumlichkeiten, inwieweit die dort arbeitenden Personen sich wohlfühlen, was wiederum ausstrahlt auf das Schulleben und die Zufriedenheit. Auch die Ausstattung der Schule mit Materialien für Unterricht und Schulleben zeigt oft begrenzende Wirkung. Ziel sollte es sein, mit dem was man hat, dann aber pfleglich umzugehen. Dies gilt für alle beteiligten Personen. Um die Schule nicht zu einer „Mülldeponie“ verkommen zu lassen, wurde ein Aufräumdienst der Schüler ins Leben gerufen. Hierbei sind Klassen wochenweise dafür verantwortlich, dass zumindest einmal am Tag der herumliegende Müll aufgesammelt wird. Leider hat dies bisher keine positive Auswirkung auf die Schüler gezeigt. Es wird nach wie vor von einigen Abfall nicht in die vorgesehenen Körbe sondern auf den Boden geworfen. Auch in die Pflege der Schulanlagen werden die Schüler zunehmend mit eingebunden, vor allem der WPK „Gartenbau und Floristik“ ist hier engagiert. Je mehr die Schüler in die Pflege und Gestaltung der Anlagen und Räumlichkeiten mit einbezogen werden, um so größer ist die Chance, dass nicht Zerstörungen nicht überhand nehmen. Durch die Enge des Schulhofes bleibt den Schülern während der Pausen wenig Bewegungsfreiheit. Aufgrund der mangelnden Bewegungsangebote tritt bei einigen Schülern während des Unterrichts eine deutliche Bewegungsunruhe zu Tage. Die Zielsetzung von Eltern, Schülern und Lehrern sollte deshalb darin bestehen, mittelfristig eine Schulhoferweiterung und vor allem eine Umgestaltung des Pausengeländes zu bewirken. Eine asphaltierte Fläche als Schulhof widerspricht jedem ästhetischen Empfinden. Eine Schule sollte nicht nur zweckmäßig sein, sondern in Ästhetik und Gesamtbild den Bedürfnissen aller dort arbeitenden Personen entsprechen.
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